Sicherheit

Aus Reitsport-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis


Reithelme

B780056.jpg

Reithelme bestehen aus einer schlagzähen Außenschale und einer stoßabsorbierenden Innenschale. Es gibt Modelle mit glatter Oberfläche und welche mit Samtbezug.

Das Tragen von Reithelmen ist Pflicht bis zum Alter von 18 Jahren. Allerdings sollte auch ab 18 Jahren immer ein Helm getragen werden, weil jeder Zeit etwas passieren kann – egal wie gut man sein Pferd kennt! Bei Stürzen kann es ohne Helm zu schweren Kopfverletzungen kommen. Auf Turnieren besteht laut LPO in Springprüfungen immer eine Helmpflicht und in Dressurprüfungen wird ab Klasse L ein Zylinder getragen.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Helm nach der EU Norm EN 1384 geprüft ist. Außerdem ist eine gute Luftzirkulation durch Lufteinlässe wichtig für den Tragekomfort vor allem im Sommer. Er sollte auch eine Dreipunktberiemung haben.

Vor allem aber sollte der Helm natürlich gut sitzen, denn wenn er verrutscht kann er seine Funktion nicht mehr optimal erfüllen oder sogar zu Verletzungen führen.

Sicherheitswesten

B340061.jpg

Mit Hilfe der EN 13158 wird die Schutzfunktion von Sicherheitswesten geprüft. Es gibt 3 Levels: 1=niedriger Schutz, 2=mittel, 3=hoch. Ein ähnliches Prüfverfahren ist die BETA in England mit den gleichen Levels.

Sicherheitswesten sollten immer anprobiert werden, am Besten mit Beratung von Fachpersonal. Nur wenn sie gut passen bieten sich auch optimalen Schutz ohne die Bewegungsfreiheit des Reiters zu sehr einzuschränken. Mittels Klettverschlüssen an Taille und Schultern kann die Weste individuell eingestellt werden. Sie werden vor allem in Disziplinen eingesetzt, wo sich das Pferd in hohem Tempo bewegt oder springt, z.B. im Vielseitigkeitssport und in Pferderennen.

Wirbelsäulenprotektoren

B340058.jpg

Im Gegensatz zu Sturzwesten werden Wirbelsäulenprotektoren nach der Motorrad-Prüfnorm EN 1621 geprüft. Das Level hängt hier von der Restschlagkraft gemessen in Kilonewton (kN) ab. Je niedriger der Wert, desto höher der Schutz. Es gibt zwei Levels: mittel (1) und hoch (2).

Im Vergleich zu Schutzwesten schützen Wirbelsäulenprotektoren nur die Wirbelsäule. Allerdings sind sie auch leichter und bieten mehr Bewegungsfreiheit. Deshalb sind sie gut geeignet für Reiter, die sich bei Ausritten oder im Springtraining mit relativ geringem Risiko schützen wollen. Für gefährliche Disziplinen wie Vielseitigkeit und Galopprennen sollte eine Sicherheitsweste gewählt werden.

Persönliche Werkzeuge