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Longieren und Bodenarbeit
Aus Reitsport-Wiki
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Longieren
Als Longieren bezeichnet man das Laufenlassen eines Pferdes auf dem Zirkel an einer langen Leine, der so genannten Longe. Der Longenführer steht in der Mitte und hält die Longe in der einen Hand und meist eine Longierpeitsche in der anderen.
Über die Longe, die am Zaum des Pferdes befestigt wird, kann der Longenführer durch Paraden auf das Pferd einwirken und außerdem treibend mit Peitsche und Stimme unterstützen.
Das Longieren wird häufig zur Ausbildung junger Pferde genutzt, aber auch ausgebildete Pferde werden gerne hin und wieder zur Gymnastizierung oder Lockerung der Muskulatur longiert. Reitanfänger werden oft am Anfang auf einem Pferd unterrichtet, das vom Reitlehrer longiert wird (Longenunterricht). Dadurch können sie sich vollkommen auf das Erlernen des korrekten Sitzes konzentrieren ohne gleichzeitig auf das Pferd einwirken zu müssen.
Besonders wichtig ist das richtige Longieren in der Disziplin Voltigieren. Läuft das Pferd nicht rund und in Anlehnung, erschwert dies den Turnern die Ausführung der Figuren und stört das Gesamtbild.
Weitere Informationen zum Longieren und der Verwendung von Hilfszügeln finden Sie hier: www.longeunddoppellonge.de.
Bodenarbeit
Unter Bodenarbeit sind alle Formen der Arbeit mit dem Pferd vom Boden aus zusammengefasst: Longenarbeit, Zirkuslektionen, Freiheitsdressur, Gelassenheitstraining, Handarbeit/Hohe Schule u.a..
Häufig werden für die Bodenarbeit Knotenhalfter verwendet, weil man damit besser auf das Pferd einwirken kann als mit normalen Stallhalftern.
Im Vordergrund steht die Kommunikation mit dem Pferd mit Hilfe von Körpersprache, Stimme und auch Gerte, Stock oder Peitsche. Bodenarbeit dient der Gymnastizierung und bietet Abwechslung für Pferd und Reiter.
Inzwischen gibt es viele verschiedene Trainer und Methoden. Die Bekanntesten sind: Monty Roberts, Pat Parelli, Michael Geitner und Linda Tellington-Jones. Die Meisten haben auch bestimmte Trainingshilfen entwickelt, wie z.B. Geitners Doppellonge oder das Dually-Halfter.
Monty Roberts z.B. hat die natürlichen Verhaltensweisen der Pferde im Herdenverband studiert und imitiert diese während seiner Arbeit mit dem Pferd. Das Ziel seiner Join-Up-Methode ist es, eine vertrauensvolle Partnerschaft mit dem Pferd aufzubauen, indem er ihm klar macht, dass er sozusagen das „Leitpferd“ ist und das Pferd sich seiner „Herde“ anschließt.
Die Methode von Michael Geitner fördert die neuronale Vernetzung der beiden Gehirnhälften und verbessert damit die Zusammenarbeit zwischen diesen. Das Ergebnis ist ein ausgeglichenes, selbstbewusstes und körperlich durchtrainiertes und ausbalanciertes Pferd.
Tellington Methode
Was ist die Tellington Methode?
Die Tellington- TTouch Equine Awareness Method (Tellington-Ttouch Every Animal Method) wurde 1978 von Linda Tellington-Jones gegründet.
Der gelassene kooperative Hund, das problemlose, jeder Situation gewachsene Pferd ist der Wunsch jedes Tierbesitzers, vor allem wenn Vertrauen und 100%ige Verlässlichkeit entscheidend sind über Erfolg und Misserfolg, wie in Sport, Therapie, Arbeit oder Unterricht. Die Tellington - Methode ist der grundlegend neue Weg dahin, sie ist weltweit von Fachleuten anerkannt und wird seit 25 Jahren täglich von unzähligen TierbesitzerInnen praktisch angewendet.
Wie funktioniert diese Tellington-Methode?
Die qualitätsvollen Berührungen und Übungen scheinen die Funktionsfähigkeit der Zellen günstig zu beeinflussen. In einer großen Zahl von Fällen bewirkt die Arbeit völlig neue emotionale und geistige Muster, neue Bewegungsabläufe werden ermöglicht, Heilvorgänge bewirkt, Blockaden und Spannungen lösen sich, Vertrauen und eine wunderbare Arbeitshaltung entsteht.
Wie lernt man das?
Die Methode ist gut zu erlernen, schnell einzusetzen und sofort wirksam. Sie können nicht viel falsch machen. Die Tellington-Methode erleichtert uns entscheidend die Kommunikation mit den Tieren und zeigt uns eine hilfreiche und wirkungsvolle Technik der Hilfe im Fall von Krankheit oder Rekonvaleszenz.
Wer ist Linda Tellington-Jones?
Linda Tellington-Jones ist in Kanada geboren, und lebt heute in USA. Ihr Leben ist den Tieren und ihren Menschen gewidmet. Sie hat einen Hang zu schwierigen und missverstandenen Tieren. Sie verfügt über Erfahrung, Wissen und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Tieren. Sie ist die Autorin zahlreicher Bücher („Der neue Weg im Umgang mit Tieren“, Linda Tellington-Jones und Sybil Taylor), Videos und Veröffentlichungen zum Thema der Erziehung von Pferden und Hunden. Sie ist weltweit erfolgreich mit der Tellington-Methode. TT.E.A.M.® - Practitioner Allein in Deutschland lehren über 150 sorgsam ausgebildete und lizenzierte Practitioner die bewährte Methode in Kursen und Privatstunden.
Das Kennenlernen der Methode ist möglich an Wochenendkursen, Termine und mehr Information auf der Internet-Seite www.tteam.de.


